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Schotter hält zusammen

Das Wiedersehen von Rosi und ihrem Enkel, Svenjas Ruhepause im Park und die Sandburg von Jakob … Bei all dem spielt Gestein eine entscheidende Rolle. Ohne Schotter, Splitt und Sand können keine Eisenbahngleise verlegt, Parkanlagen gebaut und Sandkästen befüllt werden. Es sind Maschinen von thyssenkrupp Industrial Solutions, die das Brechen und Zerkleinern von Gesteinen jeglicher Art möglich machen – von weichem Kalkstein bis zu beinhartem Basalt.

Um die enormen Kräfte und Erschütterungen auf Eisenbahnstrecken auszugleichen, werden Gleise auf einem Bett aus Schotter verlegt – dem sogenannten Oberbau. In der Regel werden hierbei Hartgesteine, wie Granit, Basalt oder Diabas verwendet. Entscheidend sind dabei Form und Größe der Körnungen. Denn damit sich die einzelnen Steine miteinander verzahnen und ein sicheres Bett bilden, sollten sie geeignete Bruchkanten haben und mindestens eine Korngröße von rund 30 Millimetern aufweisen. Kleinere Steine könnten vom Sog schnell fahrender Züge mitgerissen werden. Auch beim Bau von Straßen kommt Schotter zum Einsatz. Damit die Straßendecke den Tonnen an Verkehr standhalten kann, muss der Untergrund zuvor mit einem Bett aus Schotter bzw. Sand befestigt werden. Auf der Fahrbahn bildet Splitt gebunden oder ungebunden die Oberfläche der Straße. Auch für das Pflastern und Anlegen von Wegen im Garten- und Landschaftsbau ist Gesteinsmaterial in unterschiedlichen Größen notwendig, um langlebige Ebenen und Wege zu erschaffen.

Vom Felsbrocken zum Sandkorn

Um Gestein auf die passende Korngröße zu zerkleinern, werden extrem kraftvolle und widerstandsfähige Maschinen benötigt. Sie werden in Primär-, Sekundär- und Tertiärbrecher eingeteilt. Große Gesteinsbrocken mit Größen von bis zu 2,5 Kubikmetern können mit gigantischen Primärbrechern geknackt werden. Kreiselbrecher, Backenbrecher und Prallbrecher von thyssenkrupp Industrial Solutions können solches Material in Steine mit einer Kantenlänge von maximal 120 Millimetern zerkleinern – und das bei einer Durchsatzleistung von bis zu 13.000 Tonnen Material pro Stunde. Für vorzerkleinertes Gestein mit Kantenlängen von 150 bis 280 Millimetern sind Sekundärbrecher das geeignete Mittel. Sie zerkleinern das Material auf Korngrößen von maximal 35 Millimetern Kantenlänge. Für die Herstellung von feinerem Material, wie Splitt und Sand, werden Tertiärbrecher eingesetzt: Gestein mit einer Größe von 20 Millimetern werden hier auf eine Korngröße von weniger als vier Millimetern heruntergebrochen. Mit dem variopactor® hat thyssenkrupp Industrial Solutions einen speziellen Prallbrecher für die tertiäre Brechstufe entwickelt, der aufgrund seines modularen Aufbaus an verschiedene Aufgabenstellungen angepasst werden kann. Er kann mit unterschiedlichen Rotoren, Prallwerken und Mahlbahnen ausgestattet und kombiniert werden, um sowohl grobkörnigeren Schotter als auch Splitt und feinen Sand herzustellen. Über eine Öffnung wird das Gestein in den Brecher geleitet und von den im Rotor fixierten Schlagleisten sowie den einstellbaren Prallwerken zerkleinert. Anschließend fällt das fertige Material durch den Auslass an der unteren Seite der Maschine. Optionale Mahlbahnen können das Gestein zusätzlich zerkleinern und kubizieren, sodass es möglichst frei von Rissen und Spannungen ist – besonders wichtig für den Einsatz im Straßenbau und als Zuschlag in Beton.

Das besondere beim variopactor® ist die symmetrische Bauform. Durch diese kann der Rotor in beide Richtungen betrieben werden. Der Vorteil: Die Schlagleisten werden stets mit einer scharfen Brechkante betrieben und müssen deutlich weniger oft gedreht oder ausgetauscht werden. Und durch den modularen Aufbau des variopactors sind über 95 Prozent der Verschleißplatten untereinander austauschbar. Per Knopfdruck können Prallwerk und Mahlbahn von außen hydraulisch verstellt werden, um den Brechraum an die jeweiligen Anforderungen anzupassen.

Fazit: Schotter, Splitt, Sand und Kies sind essentiell für uns – sei es für Gleise, Straßen, Wege, Gärten oder Sandschlösser. Es ist das Know-how von thyssenkrupp Industrial Solutions, mit dem Maschinen entwickelt werden, die Gesteinsmaterial jeder Art auf die passende Größe brechen können – und das so ressourcenschonend und ökonomisch wie möglich.