mouse_ani

Kohle und Erz halten Stand

Auf den ersten Blick haben die drei genannten Beispiele wenig gemeinsam. Doch für den Bau von Skateparks und Spielplätzen und für die Herstellung von Fahrrädern und Werkzeugen werden Rohstoffe aus dem Bergbau benötigt. Das Know-How von thyssenkrupp Industrial Solutions sorgt dafür, dass diese Materialien gewonnen, aufbereitet und zu hochwertigen Werkstoffen weiterverarbeitet werden können.

Am Anfang der Produktion von Stahl und Beton stehen Rohstoffe, wie Erz, Kohle, Kalkstein und Ton. Maschinen, wie Schaufelradbagger brechen und baggern das Trägergestein dieser Materialien aus dem Erdreich. Mobile und semimobile Brechanlagen, vom Rollsizer und Walzenbrecher, bis zum Backen- oder Kreiselbrecher, zerkleinern es mit Durchsatzleistungen von bis zu 14.000 Tonnen Abraum pro Stunde. Kontinuierliche Fördertechnik transportiert das abgebaute Material über enorme Entfernungen zur Weiterverarbeitung. Auf den Einsatz von Schwerlastkraftwagen kann dabei verzichtet werden – das senkt die Transportkosten um bis zu 50 Prozent und reduziert den CO2-Ausstoß.

 thyssenkrupp Industrial Solutions hat Anlagen und Maschinen entwickelt, die diese Arbeiten auch unter extremsten Bedingungen verrichten – von minus bis plus 50 Grad Celsius und in Höhen von 5.000 Metern über dem Meeresspiegel. In Drehrohröfen werden Kalkstein, Ton und andere mineralische Rohstoffe zu Zement und schließlich zu Beton, einem der wichtigsten Baustoffe überhaupt. Steinkohle steht am Anfang einer Prozesskette. Sie führt über Koks, Erz, Eisen und weiteren Materialien zu Stahl – einem Werkstoff, der aus unserem täglichen Leben nicht mehr wegzudenken ist. 

Nahezu emissionsfreie Koksproduktion

Weltweit ist thyssenkrupp Industrial Solutions eines der führenden Unternehmen, das komplette Kokereien unterschiedlichster Größe und Bauart realisieren kann – von der Planung über den Bau der schlüsselfertigen Anlage bis zur Wartung. Diese Expertise steckt in rund 500 Kokereien rund um den Erdball. In riesigen Kammern (Öfen) aus feuerfestem Mauerwerk zusammengefasst in Batterien wird Steinkohle bei einer Hitze von  bis zu 1.350 Grad Celsius und unter Luftabschluss über mehrere Stunden zu Koks gebacken. Bei diesem Vorgang werden die in der Kohle enthaltenen gasförmigen Bestandteile freigesetzt, welche als Rohgas bezeichnet werden. Spezielle Abdichtsysteme und das Einzelkammerdruckregulierungssystem EnviBAT® haben aus diesen Vorgang in Kokereien nahezu emissionsfrei gemacht. Das entstehende Rohgas gelangt über gasdichte Rohrsysteme zur Kohlenwertstoffanlage (Nebengewinnung). Dort wird das Rohgas gereinigt, Wertstoffe erzeugt und dann wieder der Beheizung der Koksöfen zugeführt und somit ganzheitlich genutztz. Durch die mehrstufige Luftversorgung im Combiflame-Heizsystem wird die vertikale Temperaturverteilung in den Öfen besonders gleichmäßig. Das steigert die Effizienz der Verbrennung und senkt den Stickoxid-Gehalt in den anfallenden Abgasen.

Eine weitere Optimierung im Kokereibau betrifft die Zeit der Inbetriebnahme: In der Regel müssen Koksöfen vor der ersten wirtschaftlichen Nutzung über mehrere Monate auf Betriebstemperatur gebracht werden – ein energie- und kostenintensiver Prozess. Durch eigens hierfür konstruierte Gebläsebrenner dauert dieses Anheizen nur noch sechs Wochen.

Ist der Koks fertig gebacken, kann es der Stahlproduktion zugeführt werden. Zusammen mit Erz und weiteren Zuschlagstoffen wird es in Hochöfen auf rund 1.500 Grad Celsius erhitzt. Der hohe Kohlenstoffanteil im Koks sorgt hierbei für eine chemische Reaktion: Aus Eisenerz wird Roheisen. Die dabei ebenfalls anfallende Schlacke wird granuliert und ist ein wertvoller Rohstoff für die Zementproduktion. In einem Konverter wird das Eisen zusammen mit Metallschrott erneut auf 1.500 Grad Celsius erhitzt. Es entsteht Stahl, ein echter Allrounder unter den Werkstoffen. Je nach Beschaffenheit kann Stahl hart oder elastisch sein. Man kann ihn gießen, schmieden, zerspanen und schweißen. In Betonelementen dient Stahl zur Bewehrung und verleiht ihnen so eine hohe Zugfestigkeit. Werkzeuge unterschiedlichster Stahllegierungen genügen höchsten Anforderungen. Und Stahlträger und -verbindungsstücke ermöglichen die Konstruktion sicherer und wetterbeständiger Spielplätze. Die Anwendungsfelder sind praktisch unbegrenzt. Obendrein ist Stahl zu 100 Prozent wiederverwertbar – beliebig oft und ohne jeden Qualitätsverlust. Lesen Sie mehr über unsere Kokerei-Lösungen hier: https://www.thyssenkrupp-industrial-solutions.com/de/produkte-und-services/kokereitechnik

Fazit: In unserer Freizeit umgeben uns Werkstoffe wie Stahl und Zement: Wir verlassen uns darauf, dass sie uns auch bei härtester Belastung und über längste Zeiträume nicht im Stich lassen. Wir nutzen sie auf der Radtour durch die Natur, beim Schaukeln auf dem Spielplatz und beim Skaten in der Halfpipe. Es sind die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter von thyssenkrupp Industrial Solutions, die die Gewinnung, Aufbereitung und Verarbeitung dieser Werkstoffe garantieren – so sicher, so effizient und so umweltschonend wie möglich.